Heilt Vitamin D die Fibromyalgie

In diesem Beitrag geht es um das Vitamin D. Hat es die Fähigkeit, die Fibromyalgie zu heilen? Ich spreche folgende Themen an:

 

  1. Was hat Fibromyalgie mit Vitamin D zu tun?
  2. Wie ist die Studienlage?
  3. Zwei Fallbeispiele
  4. Heilt Vitamin D die Fibromyalgie?
  5. Vitamin D-Fahrplan

 

1. Was hat Fibromyalgie mit Vitamin D zu tun?

Genauso könnte man fragen, was Fibromyalgie mit dem Schilddrüsenhormon zu tun hat. Beide Hormone wirken hormonell (Vitamin D ist Vitamin und Hormon zugleich), bei beiden gibt es überschneidende Symptome mit der Fibromyalgie. Wenn Du mehr über die Symptome bei Fibromyalgie erfahren möchtest, dann schau Dir mein Video „Symptome Achterbahn“ an, in dem ich ganz ausführlich darauf eingehe.

Hier zeige ich eine Folie aus einem Vitamin D-Vortrag, den ich mal gehalten habe. Diese Folie zeigt die möglichen Symptome eines Vitamin D-Mangels. Viele davon finden sich auch bei Fibromyalgie, wie z.B. Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Depressionen. Auch Wachstumsschmerzen werden genannt und sind typisch bei Fibromyalgie, ebenso wie Nackenschmerzen, Schmerzen im unteren Rücken, Fußschmerzen, Kopfschmerzen, Beinschmerzen, Kältegefühl, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen und vieles mehr.

 

Heilt Vitamin D

Es ist möglich, dass man bei manchen Symptomen Linderung erfährt, wenn diese mit einem Vitamin D-Mangel in Zusammenhang stehen. Genauso, wie es beim Schilddrüsenhormon der Fall ist. Dieses habe ich auch schon sowohl bei mir als auch bei Klienten erlebt. Deshalb ist es meiner Meinung nach unerlässlich, sich um einen guten Vitamin D-Spiegel zu kümmern.

 

2. Wie ist die Studienlage?

Bei meiner Recherche bin ich auf einige Studien in diesem Zusammenhang gestoßen, die ich am Fuße dieses Textes verlinke.

Zwei türkische Studien zeigen zum Beispiel, dass die teilnehmenden Fibromyalgie-Patienten erheblich vom Vitamin D profitieren.

Eine österreichische Studie aus 2014 zeigte eine deutliche Linderung der Schmerzen, eine Verbesserung der körperlichen Fähigkeiten und eine geringere Abgeschlagenheit bei Fibromyalgie-Betroffenen mit gutem Vitamin D-Spiegel.

Eine indische Studie untersuchte das Vorkommen von Kopfschmerz/Migräne und Fibromyalgie in Regionen mit unterschiedlicher Sonneneinstrahlung. Das Ergebnis: je sonniger die Regionen waren, in denen diese Betroffenen lebten, umso weniger Schmerzen wurden verzeichnet.

In den USA gab es ein Experiment mit Fibromyalgie-Patienten auf Sonnenbänken. Bereits nach 2 Wochen zeigte sich eine Verbesserung der Schmerzen und vor allem auch ein deutlich besseres Allgemeinbefinden. Ebenso führte das Experiment bei den Teilnehmern zu einer deutlich entspannteren und aufgehellten Stimmung.

Diese Studien zeigen zumindest, dass Vitamin D einen positiven Einfluss auf die Fibromyalgie haben kann.

 

3. Zwei Fallbeispiele

Im Video oben stelle ich zwei Fallbeispiele vor.

 

Erstes Fallbeispiel

Im ersten Fall geht es um eine Betroffene, die mich während einer Kartierung auf eine Vitamin D-Beratung ansprach. Mit 36 ng/ml hatte sie schulmedizinisch unauffällige Werte, wollte aber trotzdem in einen höheren Referenzbereich. Ihr Zielwert war 60 ng/ml. In der darauf folgenden Vitamin D-Beratung bekam sie Empfehlungen zur Aufsättigung und zur Erhaltungsdosis. Nach kurzer Zeit berichtete sie mir in einer Mail, was passiert war (Zum Vergrößern bitte klicken):

Screenshot-Heilt Vitamin D bei Fibromyalgie

Dieses Beispiel bestätigt das, was ich vorher über die Studien berichtet habe.

 

Zweites Fallbeispiel

Beim zweiten Fallbeispiel handelt es sich um mich selbst. In Eigenregie (als ärztlich zertifizierte Vitamin D-Beraterin) hatte ich meinen Vitamin D-Wert auf 60 ng/ml erhöht. Doch ich war enttäuscht, weil sich nicht wirklich etwas dadurch veränderte. Nur eine Hautblase, die ich seit einigen Jahren in einem meiner Fingergelenke hatte, war plötzlich verschwunden. Mutig erhöhte ich meinen Wert nochmals um ca. 20 ng/ml. Dadurch bekam ich einen ganz deutlichen, positiven Schub, der ca. 2 Wochen anhielt.

Die deutlichste Verbesserung war neben einem guten Allgemeinbefinden, dass ich nicht mehr wegen jeder Lappalie Muskelkater bekam und dass ich muskulär belastbarer wurde. Eine Messung ergab nun einen Wert von 81 ng/ml. Nach 2 Wochen verschlechterte sich der Zustand allerdings wieder. Das war für mich dann damals der Grund, mit dem Coimbraprotokoll (zum Video „Coimbraprotokoll: Erfahrungen nach 10 Monaten“) zu starten. Das half mir wirklich weiter. Aus verschiedenen Gründen beendete ich das CP  im Januar 2020. Beim Coimbraprotokoll handelt es sich um eine Ultrahochdosistherapie, die unbedingt von einem speziell dafür ausgebildeten Protollarzt begleitet werden muss. Diese Therapie hat nichts mit einer normalen Vitamin D-Therapie zu tun. Infos zum Coimbraprotokoll gibt es hier.

 

4. Heilt Vitamin D die Fibromyalgie?

Wenn ich mich zur Beantwortung dieser Frage für ja oder nein entscheiden müsste, würde ich „nein“ sagen. Ja, es gibt Fälle, in denen die hormonelle Wirkung des Vitamin D auch Beschwerden der Fibromyalgie verbessert. Es sind sogar Einzelfälle zu finden, die von vollständiger Heilung berichten. Im Umkehrschluss ist es aber nicht so, dass Vitamin D bei einer breiten Masse von Fibromyalgie-Betroffenen zur Beschwerdefreiheit führt.
Nichtsdestotrotz sollte ein Mangel unbedingt ausgeglichen werden. Laut Robert-Koch-Institut sind mehr als 60% der Deutschen mit Vitamin D unterversorgt oder sogar im echten Mangel. Ein Grund mehr, seinen Wert überprüfen zu lassen. Es macht sicherlich auch Sinn, Partner, Kinder, usw. ebenfalls testen zu lassen. Denn Vitamin D-Mangel steht mit zahlreichen Symptomen in Zusammenhang, die man mit einer guten Versorgung vermeiden kann.

 

5. Vitamin D-Fahrplan

Hier folgt nun meine Empfehlung, um das Thema Vitamin D anzugehen:

 

Ermittlung des aktuellen Vitamin D-Spiegels

An erster Stelle steht die Ermittlung des aktuellen Vitamin D-Wertes. Niemand sollte „einfach so“ Vitamin D nehmen. Wer zu wenig nimmt, bleibt weiterhin im Mangel oder unterversorgt, wer zu viel nimmt, riskiert eine Überdosierung. Wer für die Ermittlung des Wertes nicht zum Arzt gehen möchte, kann einen Online-Test für zuhause kaufen. Die anfallenden Laborkosten (sowohl beim Arzt als auch der Selbsttest) werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und betragen ca. 30 Euro. Ich kenne zwei Selbsttests, die man online kaufen kann. Ich empfehle den Test von Medivere, da diese Firma mit dem renommierten Labor GANZIMMUN DIAGNOSTICS AG zusammenarbeitet.

 

Links der Vitamin D-Bluttest von Medivere (Partnerlabor GANZIMMUN DIAGNOSTICS AG). Wichtig: der Finger muss für die Blutentnahme gut durchblutet sein (das geht am besten, indem man ihn eine Weile unter warmes Wasser hält).
Rechts das Vitamin D-Test Kit von CERASCREEN.

 

(Durch den Kauf über diese Affiliatelinks/Werbelinks entstehen Dir keine zusätzlichen Kosten.)

 

 

Bei Mangel: Aufsättigungstherapie

Sollte sich ein Mangel oder eine Unterversorgung bestätigen, empfehle ich eine Aufsättigungstherapie. Zielwert wäre hier mindestens 40-60 ng/ml. Bei chronischen Erkrankungen kann der Bedarf auch höher liegen.

 

Erhaltungsdosis

Liegt der Vitamin D-Wert nun in einem guten Bereich, sollte man durch tägliche Supplementierung dafür sorgen, dass der Spiegel im guten Referenzbereich bleibt und nicht wieder abfällt. Der Bedarf ist sehr individuell und hängt von mehreren Faktoren ab, wie z.B. Alter und Gewicht. Deshalb kann man auch keine allgemeinen Empfehlungen aussprechen. Zweijährige bekommen bereits 1000 I.E.. Erwachsene benötigen je nach Gewicht täglich 3.000 I.E. – 6.000 I.E.. Bei starkem Übergewicht kann der Bedarf noch höher liegen.

 

Kontrolle des Blutwertes nach 3 bis 6 Monaten

Es macht Sinn, den Blutwert nach einigen Monaten zu kontrollieren. Daran kann man sehen, ob man wirklich gut mit der Dosierung liegt. Ich persönlich lasse meinen Wert mindestens 1x/Jahr kontrollieren.

 

Anmerkung zur Aufsättigung und zur Erhaltung der Dosis

Der Ausgleich eines Mangels/einer Unterversorgung und die anschließende Dosiserhaltung muss berechnet werden. Dazu kann man sich selbst belesen, zum Beispiel mit dem Buch von Dr. Raimund von Helden „Gesund in 7 Tagen“.

(Durch den Kauf über diese Affiliatelinks/Werbelinks entstehen Dir keine zusätzlichen Kosten.)

Wer das nicht möchte, hat mit meiner Vitamin D-Beratung eine Alternative. Ich bin im Bereich Vitamin D zweifach ausgebildet und ärztlich zertifiziert. Das bedeutet, ein Arzt mir das notwendige Wissen vermittelt und bescheinigt. Zum Umfang meiner Vitamin D-Beratung gehört die Erhebung relevanter Symptome, eine Empfehlung zur Aufsättigung und Erhaltung des Vitamin D-Spiegels und ein schriftlicher Ergebnisbericht. Auf Wunsch gebe ich auch Empfehlungen zu passenden Vitamin D-Produkten.

Zur Vitamin D-Beratung

Quellen Studien
https://www.vitamin-d3-experte.com/fibromyalgie-vitamin-d-spiegel/
https://sonnenallianz.spitzen-praevention.com/sonne-und-gesundheit/gesundheit-vitamin-d/vitamin-d-und/chronische-schmerzen/

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