Fibromyalgie und Übergewicht

Was sind die Fibromyalgie Ursachen? In diesem Video „Übergewicht und Fibromyalgie“ spreche ich folgende Themen an:

 

  1. Was sagen die Ärzte zum Übergewicht bei Fibromyalgie?
  2. Was sagen andere Betroffene, wie sind ihre Erfahrungen?
  3. Wie sind meine eigenen Erfahrungen als Normalgewichtige und als Coach?
  4. Ärztlicher Rat, der Dir weiterhelfen kann.

1. Was sagen die Ärzte zum Übergewicht bei Fibromyalgie?

Die Ärzte nehmen einen mit den Problemen bei Fibromyalgie oft nicht ernst. Immer noch berichten Betroffene mir davon. Sie würden von den Ärzten damit konfrontiert, dass Fibromyalgie eine Modeerscheinung ist, dass es diese Krankheit gar nicht gibt oder dass sie rein psychische Ursachen hat.
Wenn man dann auch noch Übergewicht hat, ist die Sache für viele Ärzte klar. Deren Empfehlung lautet dann häufig: Weniger essen, mehr bewegen. Dies führt nicht nur zu Verunsicherung, sondern bringt einen als Betroffenen auch überhaupt nicht weiter. Auch im Jahr 2020 zweifeln die Ärzte vieles im Zusammenhang mit der Fibromyalgie an, glauben einem nicht oder sagen einem ins Gesicht: „Sie sind doch gar nicht krank. Sie sehen gut aus, Ihre Werte sind top“.
Zum Glück gibt es aber auch Ärzte, die einen durchaus ernst nehmen, die sich besser auskennen. Nur leider sind es noch zu Wenige.

 

2. Was sagen andere Betroffene, wie sind ihre Erfahrungen bei Übergewicht mit Fibromyalgie?

Durch die Guaifenesintherapie bin ich schon seit vielen Jahren im Gespräch mit anderen Betroffenen. An dieser Stelle möchte ich von einem Gespräch mit einer Betroffenen berichten. Es ist stellvertretend für viele andere Gespräche, die ich in der Vergangenheit geführt habe:

Eine Betroffene hatte neben dem Übergewicht und der Fibromyalgie noch Begleiterkrankungen. Sie war sehr unglücklich mit der ganzen Situation und auch unsicher, weil sie noch keine richtige Diagnose hatte. Natürlich wurde dieser Betroffenen vom Arzt gesagt, sie solle weniger essen und sich mehr bewegen, dann würde das schon alles werden. Es ging ihr nicht gut, als ich mit ihr sprach. Sie hatte Schmerzen am ganzen Körper, war immer erschöpft und müde und hatte all die ganzen Zipperlein, die es sonst noch gibt und die zur Fibromyalgie dazu gehören.

Wenn Dich die die umfangreiche Symptompalette bei Fibromyalgie interessiert, dann schau Dir diesen Beitrag an.

Diese Betroffene hatte aber ein ganz gutes Körpergefühl und konnte sehr gut differenzieren zwischen den gesundheitlichen Problemen, die mit dem Übergewicht zusammenhingen und den Symptomen, die von der Fibromyalgie rührten. Viele Betroffene haben ein gutes Gespür und fühlen, dass sich nicht alle Symptome mit dem Übergewicht erklären lassen. Weil sie nicht weiterkam, war die Betroffene stark verunsichert und auch sehr traurig. Sie fühlte sich total allein gelassen und kam überhaupt nicht voran. Dies zeigt, dass man eigentlich noch ein zusätzliches Handicap hat, wenn man mit Fibromyalgie übergewichtig ist. Man hat dann auch noch mit einem Vorurteil zu kämpfen. Denn schon Normalgewichtige werden mit der Fibromyalgie ja oft nicht ernst genommen.

 

3. Wie sind meine eigenen Erfahrungen als Normalgewichtige und als Coach?

Als Normal- bis Untergewichtige war Übergewicht zwar nie mein Problem, aber gerade deshalb denke ich, dass ich etwas zu diesem Thema sagen kann. Im Jahr 2010/2011, zum absoluten Tiefpunkt meiner Krankengeschichte mit Fibromyalgie, wollte ich zu Fuß zu meinen Eltern gehen, die nur 200 m Luftlinie von mir entfernt wohnten. Zu dieser Zeit ging es mir wirklich sehr schlecht. Ich war völlig erschöpft und war in keinem guten Zustand. Nach der Hälfte des Weges musste ich stehenbleiben. Ich hatte Herzrasen, war völlig außer Atem und am Japsen. Ich konnte weder vor noch zurück und musste eine Pause einlegen. In diesem Moment fragte ich mich: „Wie kann das sein? Ich bin doch noch nicht einmal übergewichtig! Wie kann es sein, dass ich solche Probleme habe, ohne dass ich übergewichtig bin?“ So wie ich damals denken viele Menschen. Heute weiß ich, mit welchen Vorurteilen übergewichtige Fibromyalgiker zu kämpfen haben.

Der Rat meines Arztes

Es folgte ein Besuch beim Hausarzt. Der konnte mir ja nun nicht sagen, dass ich weniger essen und mich mehr bewegen soll…. Ein Belastungs-EKG zeigte dann auch, dass meine Werte viel zu schnell viel zu hoch waren. Der Arzt meinte, ich könnte mich konditionieren, um dieses Problem wieder in den Griff zu bekommen. Ich habe also eigentlich den gleichen Spruch bekommen, den Übergewichtige auch hören, nur ohne das Abnehmen. Der Rat des Arztes war, mich mehr zu bewegen.
Ich habe das sehr ernst genommen und wollte den Rat unbedingt umsetzen. So bin ich jeden Tag ins Schwimmbad gegangen. Leider habe ich das nicht lange durchgehalten. Zu der Zeit hatte ich sowieso keine gute Kondition mehr und schwamm deshalb immer am Beckenrand. Statt nun davon zu profitieren, wurde mein Zustand noch schlechter. Nach kurzer Zeit schaffte ich nicht einmal mehr eine Bahn und ich musste dieses Experiment abbrechen. Das Ganze hat mich nur noch weiter runtergeschraubt. Ich hatte mich aufgrund des Zellenergiemangels der Fibromyalgie völlig überfordert.

Meine Erfahrungen als Coach

Als Coach habe ich auch mit Menschen zu tun, die abnehmen möchten. Häufig sind diese dann sehr überrascht, wenn sie mit dem Übergewicht auch irgendwelche Symptome verlieren, wie z.B. Rücken-/ und Knieschmerzen oder Schmerzen in den Fingern. Manche berichten, dass sie nicht mehr so aus der Puste sind, wenn sie eine Treppe hochlaufen oder dass ihre Nase morgens nach dem Aufwachen wieder frei ist und dass der Schlaf besser ist. Dies hängt meiner Meinung nach in erster Linie damit zusammen, dass die Kohlenhydrate reduziert werden, nicht rein am Gewichsverlust.

 

4. Ärztlicher Rat, der Dir weiterhelfen kann

Dieser Rat stammt von Dr. St. Amand, einem kalifornischen Endokrinologen. Er ist selbst von Fibromyalgie betroffen und behandelt seit mehr als 50 Jahren Schmerzpatienten in seiner Praxis. Er ist Gründer der Guaifenesintherapie, die schulmedizinisch nicht anerkannt ist. Im Laufe der Jahrzehnte hat er viele seiner Beobachtungen aufwändig dokumentiert. Er hat dabei festgestellt, dass mehr als 70% der Fibromyalgiker in seiner Praxis mehr oder weniger von einer Empfindlichkeit auf Kohlenhydrate betroffen sind. Wenn man von dieser Empfindlichkeit betroffen ist, kann das zu verschiedenen Symptomen führen. Dr. St. Amand nennt in diesem Zusammenhang z.B. Kopfschmerzen/Migräne, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Heißhungerattacken, Erschöpfung, Schwindel, Ohrgeräusche, Panikattaken/Angstzustände, Zittern, Schweißausbrüche, Fuß- und Beinkrämpfe, Herzklopfen/Herzrasen und weitere Symptome.
Auch wenn die Blutzuckerwerte unauffällig sind (einschließlich dem HbA1c), kann man von den Blutzuckerschwankungen, die dieser Problematik zugrunde liegen, betroffen sein. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt Dr. St. Amand eine kohlenhydratarme Ernährung. Richtig umgesetzt stabilisiert dies den Blutzuckerspiegel und wirkt den Schwankungen entgegen. Das wiederum führt dazu, dass die Symptome, die damit in Zusammenhang stehen, sich verbessern oder sogar völlig verschwinden.
Da die kohlenhydratarme Ernährung richtig umgesetzt gewichtsregulierend ist, verlieren übergewichtige Menschen damit oft auch an Gewicht (während Untergewichtige langfristig zunehmen, bis sie ihr Normalgewicht erreicht haben).

Wie ist es bei Dir? Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht, findest Du Dich wieder?

 

 

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