Fibromyalgie-Symptome-Checkliste

Morgens die Treppe wie eine alte Frau herunter schleichen, sich nicht bücken können, nicht mehr auf dem Boden sitzen können, sich nicht hinhocken können… Die Liste der Tätigkeiten ist lang, die mich fühlen lässt wie eine alte Frau. Oder eine jüngere Frau, gefangen in einem wesentlich älteren Körper. Hier schreibt fibro.alltagsheldin von Instagram.

Fibromyalgie: Symptome Checkliste „Alte Frau“

Gerade die Morgensteifigkeit ist sehr unangenehm, mein Körper fühlt sich dann uralt an. Bewegungen sind nicht mehr fließend:

  • Ich kann mich zwar ungelenk bücken, komme aber aus dieser Position fast nicht wieder hoch.
  • Beim Sport entstehen steife und ungelenke Bewegungen.
  • Beim Laufen kann ich manchmal meine Füße nicht richtig anheben und stolpere über kleine Steine oder Stöcke.
  • Überkopfarbeiten gehen gar nicht vor lauter Schmerz.
  • Strümpfe und Schuhe anziehen ist an manchen Tagen für mich Akrobatik.

Vieles, was vor ein paar Jahren noch leicht und altersentsprechend möglich war, hat sich leise und heimlich verabschiedet. Wenn ich lange sitze, kann ich kaum aufstehen vor Steifigkeit. So bewegt sich meine achtzigjährige Mutter…

Fibromyalgie und Bewegung

Treppen steigen ist an manchen Tagen kaum möglich, es ist fürchterlich anstrengend und schmerzhaft. Ausdauer beim Laufen ist manchmal auch nicht vorhanden und kleinste Steigungen lassen mich nur im Schneckentempo voran kommen.

Fibromyalgie: Symptome Checkliste „Alte Frau“ (Fortsetzung)

  • Lange stehen geht nicht, lange sitzen geht nicht. Länger am Boden sitzen geht auch nicht mehr.
  • Bei einfachen Tätigkeiten, wie z.B. eine Flasche zu öffnen fehlt oft die Kraft. Gerade die Kraft in den Händen und Armen hat nachgelassen
  • Der Tinnitus lässt mich schlecht hören. Die Sehkraft schwankt von Tag zu Tag. Und eine Blasenschwäche würde man auch eher einer alten Frau zuordnen.

Die Fibromyalgie – Symptome – Checkliste ist lang! Das fühlt sich für mich nicht altersentsprechend an und ich frage mich wie das werden soll, wenn ich dann wirklich alt werde?

Wie sind deine Gedanken dazu? Schreib doch mal in die Kommentare!

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8 Kommentare

  1. Ich erkenne mich leider auch in allem wieder.
    Das schlimme für mich ist, das Ärzte einen nicht wirklich mit den Schilderungen ernst nehme. Ich habe mittlerweile schon Angst davor mich zu verabreden. Hatte gestern Gäste war ein schöner sonniger Tag wir sind spazieren gegangen Berg ab, danach zu mir Kaffee und Kuchen. Ich konnte kaum noch gehen geschweige denn sitzen mir tat alles weh. Ich habe über die Jahre gelernt sich nach Möglichkeit nichts anmerken zu lassen.
    Selbst das kann ich nicht mehr verbergen , beim aufstehen gehe ich wie ein Roboter bis ich mich eingelaufen habe. Von den Schmerzen ganz zu schweigen. Ein Amtsarzt der mich gar nicht gesehen hat lehnt den behinderten Antrag ab es hätte sich nichts geändert. 1991 bekam ich 20%
    Ich war nie ein depressiver Mensch aber es wird von mal zu mal schlimmer der Mensch hält schon einiges aus. Wenn ich mal 1-2tage gute Phasen habe traue ich mich kaum was zu unternehmen, weil ich ja weiß, das wird sich Rechen. Klar tue ich es man will ja auch noch leben. Aber der Körper zeigt es mir dann schon.
    Was ich persönlich auch wahnsinnig nervig empfinde sind schmerztagebücher die ich für den Arzt ausfüllen soll. Ich habe 24 std rund um die Uhr schmerzen es dauert bis ich einschlafe manchmal 2-3 std. Selten schlafe ich wenn es eine sehr gute Nacht war 5 std. Ansonsten maximal 4. was versteht man nicht wenn ich sage ich habe rund um die Uhr schmerzen. Überall was erkennt ein Arzt bei solchen Fragebögen außer das ich den ganzen Tag den Fokus verstärkt auf Schmerz habe.
    Oft denke ich du kannst ja nicht immer 8 ankreuzen das glaubt ja niemand. Verrückt-
    Bei mir fing das ganze mit ca17 Jahren an mit Kopfschmerzen heute gibt es keine Körperstelle die nicht weh tut 42 Jahre später.
    Der „Nachteil“ man sieht es einem nicht an, deshalb glaube ich kann ein nicht betroffener das auch nicht für möglich halten. Als Fibro Patient bist du ja schon mal froh wenn nach 39 Jahren mal eine Diagnose erfolgt. Nutzt dich zwar nichts aber ich war damals erstmal froh endlich haben die Symptome einen Namen. Was auch schlimm ist ich bin kein Freund von Medikamenten wirken bei mir eh nicht können eher noch schädigen. Aber nimmst du nichts kann es ja so schlimm nicht sein und für Gutachter ist es schon besser du schluckst die Dinger oh Ton meines Arztes , der wohl gemerkt selber Gutachten schreibt.

    • Hallo Marion,
      schön, wieder von dir zu lesen.
      Alles, was du schreibst, kann ich vollkommen nachvollziehen. Ich bin sehr froh, dass du hier darüber berichtest. Denn es wird vielen anderen genauso gehen und wenn sie das hier lesen, gibt das ein wenig Trost. Denn sie wissen dann, dass es nicht nur ihnen so geht. Du hast mit allem Recht.
      Ich wünsche dir alles Gute

  2. Ich kann das absolut auch von mir sagen, meine Mutter (79) hat diese Beschwerden auch seit ca 10 Jahren, ich bin jetzt 59 Jahre alt und es geht mir so elend,
    Ich kann kaum etwas anfassen, meine Hände schreien, meine Füße auch, meine Brustwirbel kommen mir vor als ob sie durchbrechen
    Ich werde verrückt, wenn das so weitergeht

  3. Das würde ich ohne Ausnahme für mich und meine Situation übernehmen.
    Bin 53 Jahre und muss oft meine Schwiegermutter mit fast 80 Jahren um Hilfe bitten

    • Hallo,
      Ich kenne ALLE Symptome,die FibroAlltasgsheldin schildert und noch einige mehr wie Hautjucken,Berührungsempfindlichkeit,lähmende Erschöpfung…zumindest im Schub..es gibt dann auch bessere Tage.
      Leider weiß man nie vorher wie der Tag wird..aber wenn man schon mit gekrümmtem Rücken wie „gerädert“aufsteht,ist es oft kein guter Tag..
      Oder nach längerer Autofahrt vor Schmerzen in der Hüfte die ersten Schritte vor Schmerzen kaum laufen kann…Unvorstellbar und nicht nachvollziehbar für „Normalos“…

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