Es gibt einige Symptome der Fibromyalgie, die sich mit denen eines Vitamin D-Mangels überschneiden können. Und tatsächlich erlebe ich es immer wieder in der Beratung, dass Betroffene von einer Vitamin D-Therapie profitieren. In diesem Artikel erfährst Du alles Wichtige zu Symptomen und zur Therapie bei Vitamin D-Mangel.

Wusstest du, dass 52 Prozent der deutschen Bevölkerung im Winter einen Mangel an Vitamin D haben1? Also jeder Zweite! Wie sieht es bei dir aus? Kennst du deinen Vitamin D-Wert?

Mögliche Symptome bei Vitamin D-Mangel

Hier liste ich dir Fibromyalgie-Symptome auf, die mit einem Vitamin D-Mangel in Verbindung stehen können:

  • Erschöpfung
  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Depressionen
  • „Wachstumsschmerzen“
  • Erhöhter Schlafbedarf
  • Nackenschmerzen
  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Wadenkrämpfe
  • Schmerzen in der Leistengegend
  • Fußschmerzen
  • Beinschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Kältegefühl
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Muskelzittern und Muskelvibrieren
  • Konzentrationsstörungen

Auch einzelne dieser Symptome können auf einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel hindeuten. Es gibt auch noch einige weitere Symptome bei Vitamin D-Mangel, die nicht unbedingt mit Fibromyalgie in Zusammenhang stehen:

  • Sonnenallergie
  • Lidzucken
  • Schwindel
  • Häufige Infekte
  • Weiße Nagelflecken
  • Rachitis
  • Osteomalazie
  • Osteoporose und weitere.

Alle hier genannten Symptomangaben stammen von Dr. Raimund von Helden2.

Diagnose Fibromyalgie oder Vitamin D-Mangel?

Bei der Fibromyalgie-Diagnose handelt es sich um eine Ausschlussdiagnose. Eigentlich sollten die Ärzte im Rahmen dieser Ausschlussdiagnose auch den Vitamin D-Spiegel überprüfen. So wird es zumindest in der wissenschaftlichen Leitlinie für Fibromyalgie empfohlen3.

Oft sieht das aber bei der langen Odyssee der Diagnosesuche anders aus. Ich erlebe es leider allzu oft im Austausch mit anderen Betroffenen, dass der Arzt den Spiegel gar nicht erfasst. In Einzelfällen ist der behandelnde Arzt auf Ansprache noch nicht einmal bereit dazu gewesen, den Spiegel zu überprüfen. Das ist das, was Betroffene mir berichten. Was der Hintergrund dafür ist, kann ich leider nicht sagen.

Hier kannst du dir diesen Beitrag als Video anschauen:

Wusstest Du schon, dass …

… Sonnenschutzmittel die Vitamin D-Synthese in der Haut weitestgehend verhindern? Wenn du Dich also eingecremt in der Sonne aufhältst, wirst du kaum genügend UVB-Strahlen zur Bildung von Vitamin D bekommen. Andererseits ist es natürlich wichtig, die Haut vor Sonnenbrand zu schützen. Das richtige Sonnenschutz-Management ist also das A und O.

… die Sonne von Oktober bis März zu tief steht, um für eine ausreichende Vitamin D-Bildung zu sorgen?

… In den restlichen Monaten (April bis September) nur von ca. 11 – 15 Uhr UVB-Strahlen für die Vitamin D-Synthese vorhanden sind? Danach oder davor kannst du zwar durch UVA-Strahlung braun (oder rot) werden, aber keine ausreichende UVB-Strahlung mehr erhalten. Die UVA-Strahlung hält also den ganzen Tag an, die UVB-Strahlung nicht.

Vitamin D Therapie beim Arzt

Viele Betroffene fühlen sich vom Arzt allein gelassen. Immer wieder habe ich Klienten mit drastischem Vitamin D Mangel, die laut Arzt einfach nur an die frische Luft gehen sollen oder Empfehlungen mit viel zu geringen Mengen erhalten. Natürlich gibt es auch Ärzte, die auf dem aktuellen Stand sind und richtige Empfehlungen aussprechen. Auch diese Rückmeldungen erhalte ich.

In diesem YouTube-Video berichte ich von einer Betroffenen aus meiner Vitamin D-Beratung. Sie landete bei mir, weil ihre Ärztin sich nicht ausreichend um ihren schlechten Vitamin-D-Spiegel kümmerte. Durch meine Vitamin D-Therapie erlebte sie deutliche Verbesserungen bei den Symptomen Erschöpfung, Gliederschmerzen und Schlafstörungen. Schau dir das Video an, wenn du mehr darüber erfahren möchtest.

Therapie bei Vitamin D-Mangel

Hat man seinen Vitamin D-Spiegel bestimmen lassen, geht es an die Interpretation des Wertes. National und international gibt es dabei keine einheitlichen Empfehlungen. Jedes Labor in Deutschland hat „eigene“ Referenzwerte. Nimmt man aber einen Querschnitt des Richtwertes der gängigsten Empfehlungen weltweit, ergibt sich die größte Schnittmenge zwischen 40-60 ng/ml bzw. zwischen 100-150 nmol/l. Alles darunter sollte nach meiner Überzeugung behandelt werden.

Aufsättigungsdosis

Um möglichst schnell aus einem bestätigten Mangel zu kommen ist es sinnvoll, für einen kurzen Zeitraum von 7-14 Tagen eine höhere Menge Vitamin D einzunehmen. Die genaue Dosis sollte unter Berücksichtigung des Alters, des Gewichts, des Ausgangswertes und des Zielwertes berechnet werden. Sie ist also individuell, es gibt keinen pauschalen Wert. Nimm bitte niemals ohne Berechnung und ohne Kontrolle hohe Mengen an Vitamin D ein. Es besteht die Gefahr einer Überdosierung mit schwerwiegenden Folgen für Deine Gesundheit.

Erhaltungsdosis

Nach der Aufsättigung geht es darum, den nun erreichten guten Wert zu erhalten. Damit dieser nicht wieder abfällt, ist eine regelmäßige Zufuhr von Vitamin D an den Tagen nötig, an denen der Bedarf nicht durch die Sonne gedeckt werden kann. Auch hier ist der Bedarf individuell und hängt von Faktoren wie z.B. dem Gewicht ab.

Deine Vitamin D-Beratung

Du hast Symptome wie Erschöpfung, Müdigkeit, Schmerzen im unteren Rücken oder andere der genannten Symptome? Möchtest du herausfinden, ob diese Beschwerden mit einem Vitamin D-Mangel in Verbindung stehen? Benötigst du eine Vitamin D-Beratung? Dann lass dich von mir beraten. Als ärztlich zertifizierte Vitamin D-Beraterin und Vitamin D-Coach helfe ich Dir dabei, deinen Vitamin D-Spiegel zu optimieren und dauerhaft in einem guten Bereich zu halten.

Quellen

  1. https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_2016_02_ernaehrung4.pdf?__blob=publicationFile
  2. von Helden, R. (2016). Gesund in sieben Tagen (20. Aufl.). Hygeia-Verlag.
  3. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/145-004p_S3_Fibromyalgiesyndrom_2017-03.pdf

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