Fibromyalgie behandeln mit Guaifenesin

Fibromyalgie behandeln, und zwar effektiv! Für viele Betroffene ist dies der größte Wunsch. Eine wirksame Methode zur Bewältigung dieser chronischen Erkrankung kann die Therapie mit Guaifenesin sein. Obwohl diese Behandlungsmethode von zahlreichen Betroffenen weltweit praktiziert wird, ist sie in der Schulmedizin bisher nicht offiziell anerkannt. Dennoch erlangt sie zunehmend Beachtung und wird von vielen als effektiver Ansatz betrachtet. Die meisten Therapieanwender führen diese alternative Behandlungsmethode in Eigenregie durch.

In diesem Beitrag werden wir genauer untersuchen, was die Guaifenesin-Therapie ist und was Betroffene beachten sollten, die diese alternative Behandlungsmethode in Betracht ziehen und Fibromyalgie behandeln möchten.

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Inhaltsverzeichnis zu "Fibromyalgie behandeln mit Guaifenesin"

Fibromyalgie behandeln: die Rolle von Guaifenesin

Der Vorteil von Guaifenesin, um Fibromyalgie zu behandeln, liegt vor allem in seiner Fähigkeit, den Körper von angesammelten Stoffwechselabfallprodukten zu befreien. Denn es wird angenommen, dass diese Abfallprodukte, insbesondere überschüssiges, eingelagertes Phosphat, zu den bekannten Fibromyalgie Symptomen führen. Guaifenesin soll dabei helfen, diese Ablagerungen aufzulösen und aus dem Körper zu entfernen, was zu einer Linderung der Beschwerden führen kann.

Der Guaifenesin-Entdecker: Dr. St. Amand

Dr. St. Amand, ein renommierter Fibromyalgie-Arzt, der selbst von dieser Krankheit betroffen ist, entdeckte das Guaifenesin zur Behandlung der Fibromyalgie. Angesichts der Frage „Wie kann man Fibromyalgie behandeln, um die Symptome effektiv zu lindern?“ war er stets auf der Suche nach einer wirksamen Lösung, bis er schließlich auf Guaifenesin stieß.

Seine Forschung und klinische Erfahrung haben gezeigt, dass Guaifenesin die Symptome dieser Erkrankung lindern und umkehren kann. Dr. St. Amand legte dar, dass bei Fibromyalgie-Patienten ein gestörter Stoffwechselprozess vorliegt, der zu einer übermäßigen Ansammlung von Phosphaten in den Zellen führt. Nach seiner Überzeugung ist ein Gendefekt an der Niere für diese Ansammlung und damit für die Fibromyalgie verantwortlich. Diese eingelagerten Phosphate verursachen eine Vielzahl von Symptomen, darunter Muskelschmerzen, Erschöpfung, mentale Beeinträchtigungen und viele weitere. Durch Guaifenesin, das an der Niere wirkt, wird überschüssiges Phosphat aus dem Körper ausgeleitet, was die Krankheit nach und nach umkehrt. So schuf Dr. St. Amand Anfang der neunziger Jahre eine völlig neue Methode, um Fibromyalgie zu behandeln.

Dr. St. Amands Arbeit gibt vielen Betroffenen Hoffnung auf Linderung ihrer Beschwerden. Seine Pionierarbeit hat dazu geführt, dass die Guaifenesin-Therapie heute von vielen Fibromyalgie-Patienten weltweit angewandt wird.

Dreifacher Nachweis für die Wirksamkeit des Guaifenesins bei Fibromyalgie

Auch, wenn keine erfolgreichen doppelblinden Studien zur Guaifenesintherapie bei Fibromyalgie vorliegen, gibt es dennoch Beweise für dessen Wirksamkeit:

1. Erfolgreiche Fallbeispiele

Es gibt zahlreiche Fallbeispiele aus der ganzen Welt, in denen Betroffene Fibromyalgie behandeln mit Guaifenesin und deutliche Verbesserungen ihrer Symptome erfahren. Dr. St. Amand therapierte in seinem Berufsleben weltweit mehrere Tausend Patienten erfolgreich mit diesem Wirkstoff, der in der Schulmedizin nur als Schleimlöser bekannt ist.

In Deutschland wird die Therapie seit ca. 2002 von Betroffenen angewandt. Hier sind einige Erfahrungsberichte veröffentlicht. Auch in unserer Facebook-Gruppe „Fibromyalgie Kämpfer/innen | Guaifenesin, Ernährung & mehr“ gibt es Therapieanwender, die mit Guaifenesin die Fibromyalgie behandeln und erfolgreich sind.

2. Phosphat im Urin

Der Phosphatwert im Blut gibt keinen Aufschluss über die von Dr. St. Amand aufgestellte Theorie zur Fibromyalgie. Denn der Körper toleriert nur eine begrenzte Menge an Phosphat im Blut, um mögliche gesundheitliche Schäden zu verhindern.

Stattdessen kann man aber Veränderungen des Phosphatgehalts im Urin beobachten. Vor Beginn der Therapie wird ein 24-Stunden-Sammelurin durchgeführt. Ein kooperativer Hausarzt veranlasst diese Messung gern. Diese Messung wird wiederholt, wenn die individuell benötigte Menge an Guaifenesin erreicht ist. Dr. St. Amand hat dies bei seinen Patienten intensiv untersucht und festgestellt, dass der Phosphatgehalt im Urin bei Erreichen der richtigen Dosis Guaifenesin um bis zu 60 % zunimmt, was seine Theorie bestätigt.1

3. Kartierungen

Einen weiteren Nachweis für die Wirksamkeit der Guaifenesintherapie liefern Kartierungen. Dabei handelt es sich um das manuelle Abtasten der Körperoberfläche, durchgeführt von einem(r) ausgebildeten Kartierer(in).

Kartierungen haben nichts mit Tender Points gemeinsam. Bei den Tender Points werden Schmerzpunkte gedrückt. Bei einer Kartierung ermittelt der/die Kartierer/in Schwellungen und Verhärtungen an Muskeln, Sehnen und Bändern der Körperoberfläche und trägt diese in eine Körperkarte ein. Die entsprechenden Stellen werden nicht gedrückt, es wird meist nur leicht gestrichen. Mithilfe von Kartierungen lassen sich die Veränderungen durch Guaifenesin beobachten:

Fibromyalgie behandeln: Kartierungen als Hilfsmittel
Fibromyalgie behandeln: Kartierungen als Hilfsmittel

Vor Therapiebeginn

Nach Erreichen der richtigen Dosis

Die Kartierung dient als Hilfsmittel bei der Guaifenesintherapie. Sie ermöglicht es, den Fortschritt im Laufe der Zeit zu verfolgen und die Veränderungen durch die Therapie auf einer Körperkarte zu sehen. Vergleichskartierungen können auch Blockierungen durch Salicylate sichtbar machen. Salicylate sind Stoffe, die das Guaifenesin in seiner Wirkung stark beeinträchtigen können. In meinem Artikel „Das 1×1 der Guaifenesintherapie bei Fibromyalgie“ gehe ich ausführlicher auf dieses wichtige Thema ein. Wer mit Guaifenesin die Fibromyalgie behandeln möchte, muss Salicylate meiden.

Darüber hinaus können Kartierungen einem geschulten Auge auch zeigen, ob das Cytochromsystem Einfluss auf den Abbau des Guaifenesins hat. In meinem YouTube-Video „Cytochrome System P450 bei der Guaifenesintherapie“ gehe ich darauf ein, was das Cytochromsystem ist und wie es mit dem Guaifenesin in Zusammenhang steht.

Der größte Nutzen von Kartierungen aber besteht darin, die individuell benötigte Guaifenesin-Dosis leichter und zuverlässiger zu ermitteln als nur durch persönliche Aufzeichnungen eines Symptomtagebuches. Dr. St. Amand beobachtete, dass die abzutastenden Bereiche des linken Oberschenkels nach 3-4 Wochen frei von Schwellungen und Verhärtungen sind, wenn die richtige Dosierung erreicht ist. Einige Zeit später ist auch der rechte Oberschenkel in den eingezeichneten Bereichen frei. So ermöglichen Kartierungen, die persönliche Dosierung effizient zu finden. Die Dosisfindung beim Fibromyalgie behandeln mit Guaifenesin kann schnell gehen, sie kann aber auch eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Niedrigdosierer haben ihr Dosis meist schnell erreicht, während Hochdosierer durchaus mehrere Monate benötigen können.

Kartierungen im deutschsprachigen Raum

In der D-A-CH-Region sind ausgebildete Kartierer leider recht rar. Seit 2017 praktiziere ich selbst das Kartieren und wurde von Dora Maier darin ausgebildet. Auf ihrer Website findest du gelistete Kartierer/innen aus dem deutschsprachigen Gebiet

Bist du auf der Suche nach einer Kartiererin im norddeutschen Raum? Dann bist du bei mir genau richtig! Ich kartiere in 27412 Wilstedt, einem kleinen Ort nahe Bremen auf dem Weg in Richtung Hamburg. Wilstedt liegt sehr ländlich im Landkreis Rotenburg/Wümme. Nimm einfach Kontakt mit mir auf und vereinbare einen Kartierungstermin. 

Fibromyalgie behandeln: der Fahrplan mit Guaifenesin

Zur Vorbereitung auf die Guaifenesintherapie empfehle ich dringend, das Buch von Dr. St. Amand zu lesen. Darin erhält man nicht nur alle wichtigen Informationen zur Guaifenesintherapie, sondern auch zur Fibromyalgie im Allgemeinen. Das Buch vermittelt ein umfassendes Verständnis für diese Krankheit, das man bei den meisten Ärzten vermisst.

Offenlegung: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, was bedeutet, dass ich möglicherweise eine Provision erhalte, wenn du über den Link einen Kauf tätigst. Dies verursacht keine zusätzlichen Kosten. Ich empfehle nur Produkte, von denen ich überzeugt bin. 

Einige Betroffene haben das Glück, einen aufgeschlossenen Hausarzt zu haben, der bereit ist, den Therapieweg mitzuverfolgen. Da Fibromyalgie behandeln mit Guaifenesin jedoch in der Schulmedizin nicht anerkannt ist, ist in der Regel nicht mit großer Unterstützung zu rechnen.

Schritt für Schritt-Einstieg nach den Vorgaben von Dr. St. Amand

Nach dem Lesen des Buches von Dr. St. Amand stehen folgende Schritte an, wenn man mit der Guaifenesintherapie starten und Fibromyalgie behandeln möchte:

  1. Dr. St. Amand empfiehlt, vor Beginn der Therapie eine Kartierung anzufertigen, wenn man mit Guaifenesin Fibromyalgie behandeln möchte. Denn diese hilft nicht nur, den Fortschritt der Therapie mit Folgekartierungen nachzuweisen, sondern sie zeigt mit einer Folgekartierung auch auf, wie gut das Langzeitguaifenesin wirkt, das erst ab einer Tagesdosis von 1800 mg mit Kurzzeitguaifenesin ergänzt wird.
  2. Alle Salicylatquellen müssen vor Therapiestart beseitigt werden! Das Thema Salicylate bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Zum unterstützenden Einstieg in dieses Thema empfehle ich meine Datei „Was du über Salicylate wissen musst“, die kostenlos zum Download zur Verfügung steht.
  3. Guaifenesin ist apothekenpflichtig. Einige Apotheken verfügen über langjährige Erfahrung in der Herstellung der Rezeptur für die Guaifenesintherapie bei Fibromyalgie. Informationen zu diesen Bezugsquellen finden sich hier.  24 Stunden nach dem Beseitigen aller Salicylatquellen kann mit der Einnahme von Guaifenesin begonnen werden. Dr. St. Amand empfiehlt ein bestimmtes Vorgehen, das ich in meiner Datei „Guai-Start“ zusammengefasst habe. Diese Datei steht ebenfalls kostenlos zum Download bereit. 
  4. Für die Bestimmung der richtigen Dosierung ist es ratsam, den Anweisungen aus dem Buch von Dr. St. Amand und der Datei „Guai-Start“ genau zu folgen und nicht von den Vorgaben abzuweichen. Das Führen eines Symptomtagebuchs ist ebenfalls empfehlenswert, um Veränderungen festzuhalten und zu verfolgen. Dr. St. Amand beschreibt in seinem Buch ausführlich, wie man dies auch bei Fibromyalgie einfach umsetzen kann.
  5. Folgekartierungen sind äußerst hilfreich, um die geeignete Dosierung zu ermitteln und potenzielle Blockaden durch Salicylate aufzudecken. Sofern es möglich ist, sollte die Therapie vorzugsweise durch Kartierungen begleitet werden.

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YouTube-Video: Fibromyalgie behandeln mit mittelalterlichem Wirkstoff

Schaust du lieber Videos, als Texte zu lesen? In meinem YouTube-Video „Fibromyalgie behandeln mit mittelalterlichem Wirkstoff“ präsentiere ich zwei Vergleichskartierungen von mir. Zudem gehe ich auf Kartierungen ein, auf das Guaifenesin selbst und auf meine eigenen Fortschritte durch die Therapie. Schau dir das unbedingt mal an!

Dein Feedback zählt: Kommentiere jetzt!

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir wertvolle Einblicke in die Guaifenesin-Therapie zur Behandlung von Fibromyalgie gegeben. Hast du bereits Erfahrungen mit dieser Therapie gemacht? Hast du Fragen oder Anmerkungen zu den hier vorgestellten Informationen? Teile deine Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren unten – ich freue mich auf den Austausch mit dir und anderen Betroffenen!

Lass uns gemeinsam den Weg zur Linderung der Fibromyalgie finden!

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Quelle für diesen Beitrag „Fibromyalgie behandeln mit Guaifenesin“:

  1. Dr. med. St. Amand, R. Paul. (2019). Fibromyalgie: Die revolutionäre Behandlungsmethode, durch die man vollständig von Beschwerden frei werden kann (4. Auflage). BoD, Norderstedt, S. 68

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