Ernährung bei Fibromyalgie

Wenn es um Ernährung bei Fibromyalgie geht, gibt es zurzeit keine wissenschaftlich abgesicherte Empfehlung bzgl. einer speziellen Ernährung. Dennoch berichten viele Betroffene, dass sich eine kohlenhydratarme Ernährung positiv auf das allgemeine Wohlbefinden und auf verschiedene Symptome auswirkt.

Symptome lindern

Symptome bei Fibromyalgie wie Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, Fuß- und Beinkrämpfe sowie Depressionen und viele weitere können auch mit der Ernährung in Zusammenhang stehen. Laut Dr. St. Amand, dem Begründer der Guaifenesintherapie, profitieren rund 75% der Fibromyalgiker von einer entsprechenden Ernährungsumstellung. Grund dafür ist, dass die Blutzuckerregulation bei vielen Betroffenen nicht mehr so stabil ist wie bei Gesunden. Denn Zucker und andere Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel steigen. Durch eine verminderte Insulinsensitivität der Körperzellen fällt dieser im Anschluss stärker ab als bei Gesunden. In der Folge kommt es zu den sogenannten starken Blutzuckerschwankungen, denn die Feinjustierung der Hormone ist gestört. Diese Schwankungen, die oft lange anhalten, rufen eine Vielzahl an Symptomen hervor. Wird eine entsprechende Ernähung bei Fibromyalgie eingehalten, normalisiert sich der Blutzucker und die Symptome gehen zurück oder verschwinden in manchem Bereichen sogar ganz.

Symptome bei falscher Ernährung

Ernährt man sich über einen langen Zeitraum kohlenhydratreich, können eine Vielzahl an Symptomen entstehen. Häufig mit dabei sind Kopfschmerzen. Auch von Migräne wurde mir von meinen Klienten berichtet.

Erschöpfung hängt auch häufig mit der Ernährung zusammen. So fühlen sich viele schlapp, müde und energielos, wenn sie das Falsche essen. Nicht zuletzt ist die Muskelsteifigkeit zu nennen in Verbindung mit Muskelschmerzen, die auch mit der Ernährung zusammenhängen können. Die Schlafqualität verbessert sich bei vielen Betroffenen ebenfalls enorm. Auch von einer besseren Stimmungslage und mentaler Verfassung wird mir oft von meinen Klienten berichtet. Heißhungerattacken und Reizbarkeit gehen bei richtiger Umsetzung auch zurück. Selbst Depressionen und Ängste können durch eine entsprechende Ernährungsumstellung positiv beeinflusst werden.

Kognitive Beeinträchtigungen wie Konzentrationsstörungen und Erinnerungslücken können auch als Symptom einer ungünstigen Ernährung bei Fibromyalgie auftauchen. Auch Reizdarmsymptome wie Blähungen, Durchfall, Verstopfung und Krämpfe sind in diesem Zusammenhang bekannt. Die Liste der Symptome ist lang:

  • Müdigkeit
  • Schwäche, Erschöpfung
  • Kopfschmerzen
  • Muskelsteifigkeit
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit
  • Depression
  • Konzentrationsstörungen
  • Erinnerungslücken
  • Sehstörungen
  • Summen im Ohr
  • Verstopfte Nase
  • Fuß- und Beinkrämpfe
  • Taubheit, Prickeln (Hände, Füße, Gesicht)
  • Heißhungerattacken
  • Schwitzen
  • Reizdarmsymptome wie Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Krämpfe
  • Weiteres

Quelle: Dr. med. St. Amand, R. Paul. (2012). Fibromyalgie: Die revolutionäre Behandlungsmethode, durch die man vollständig von Beschwerden frei werden kann (3. Auflage). BoD, Norderstedt, S. 126 und S. 135

Weitere Ursachen

Durch eine ungesunde und einseitige Ernährung können Nährstoffmängel entstehen, die wiederum Symptome auslösen. Auch haben Obst und Gemüse nicht mehr die Nährstoffdichte, die sie vor mehreren Jahrzenten hatten. Empfehlenswert ist es, Mängel aufzudecken und zu beheben. Fibromyalgiker schaffen es aber leider nicht immer, diesen Nährstoffmangel mit hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln zu beheben.

Häufig leiden Betroffene an einem Vitamin D Mangel oder an einer Unterversorgung. Dies kann ähnliche Symptome mit sich bringen wie bei Fibromyalgie. Deshalb gehört die Überprüfung des Vitamin D-Spiegels auch zur Ausschlussdiagnose. Leider wird das nicht von allen Ärzten berücksichtigt. In diesem Video gehe ich genauer auf die Symptome bei Vitamin D Mangel ein.

Aber auch ein Magnesiummangel und andere Mineralmängel sind nicht selten. Viele Betroffene berichteten, dass ihnen zusätzliches Magnesium hilft, zum Beispiel in transdermaler Form. Darauf gehe ich in diesem Video ein.

Es gibt noch viele weitere Nährstoffe, die bei einem Defizit zu Symptomen führen können und der Fibromyalgie zugeordnet werden.

Ernährung bei Fibromyalgie

Das A und O mit der Ernährung bei Fibromyalgie ist eine stabile Blutzuckerlage, um große Blutzuckerschwankungen und damit einhergehende Symptome zu vermeiden. Eine strikt umgesetzte kohlenhydratarme Ernährung hilft, den Blutzucker zu stabilisieren.

Doch was sind Kohlenhydrate überhaupt? Man hat das Wort schon oft gehört. Kohlenhydrate gehören zu den Grundnährstoffen des Menschen. Unsere Lebensmittel setzen sich aus drei Grundnährstoffen zusammen, nämlich Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate. Zucker- und stärkehaltige Kohlenhydrate haben einen großen Einfluss auf den Blutzucker. Bei einer kohlenhydratarmen Ernährung müssen Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln gemieden werden. Auch Süßigkeiten und Zucker werden zu NoGo’s. Stattdessen wird der Anteil der anderen beiden Grundnährstoffe erhöht.

Die allgemein übliche „Low Carb“ Ernährung ist in diesem Fall oft nicht ausreichend. In meinen Coaching helfe ich Betroffenen beim Einstieg und bei der dauerhaften Umsetzung der kohlenhydratarmen Ernährung bei Fibromyalgie. Viele meiner Klienten können damit dauerhaft Symptome lindern oder teils sogar ganz loswerden.

Schnelle Verbesserungen

Hängen die Symptome mit den Kohlenhydraten zusammen, kommt es bei richtiger Umsetzung in einigen Bereichen verhältnismäßig schnell zu Verbesserungen. Klienten berichten mir vor allem bezüglich der Energie und Ausdauer von Verbesserungen bereits innerhalb der ersten Tage. Aber auch beim Schlaf, bei Schmerzen und anderem kann es schnell zu Verbesserungen kommen. Bei manchen Symptomen braucht es aber auch ein bisschen länger. Wichtig ist eine konsequente Umsetzung.

Tipps

  • Werden die Kohlenhydrate stark reduziert, muss Fett und Eiweiß dementsprechend angepasst werden.
  • Achte auf gesunde Fette!
  • Versuche, deine Mahlzeiten auf zwei bis drei Hauptmahlzeiten zu beschränken. Dein Verdauungssystem braucht zwischen den Mahlzeiten Ruhephasen, denn die Verdauung ist Schwerstarbeit für den Körper. Bei richtiger Umsetzung wirst du zwischen den Mahlzeiten nicht hungern, sondern ausreichend satt sein.
  • Vorsicht bei Obst und Milchprodukten! Diese enthalten zwar nicht viel Zucker, aber dieser ist schnell im Blut und kann den Blutzuckerspiegel bei empfindlichen Fibromyalgikern trotzdem beeinflussen. Abgesehen davon fördern Milchprodukte in zu großer Menge Entzündungen. Und manchmal liegt eine Unverträglichkeit auf den Milchzucker (Laktose) oder auf das Milcheiweiß (Kasein) vor, ohne dass ein Nachweis dafür erbracht werden kann.
  • In manchen Fällen ist es hilfreich, ein besonderes Auge auf antientzündliche Ernährung zu werfen und dies zu ergänzen.

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